Pflege der Chinchillas

Chins sind von Natur aus sehr reinliche Tierchen. Sie verbreiten keine Gerüche und
betreiben eine intensive Fellpflege. Sie leiden fast nie unter Hautparasiten und meiden
ihre eigenen Ausscheidungen und verschmutze Einrichtungen im Käfig. Dafür lieben sie
frische luft und verkümmern in muffigen Käfigen mit schlechter Belüftung. Du solltest
daher ständig dafür sorgen, dass sich Dein Chinchilla in einer sauberen Umwelt gesund
entwickeln kann.


Sauberkeit im Käfig

Die täglichen Reinigungen nehmen nur wenige Minuten in Anspruch: Der Käfig läßt
sich am einfachsten sauber und geruchsfrei halten, wenn Du vor der Fütterung die Urinecken mitsamt der Einstreu entfernst. Ein Chin-Käfig darf nie stinken, nur der
Geruch des frischen Heus sollte wahrnehmbar sein! Auch die Futternäpfe werden täglich
vor der Fütterung kontrolliert. Das gleiche gilt auch für das Trinkröhrchen, denn Chins
müssen jeden Abend frisches Trinkwasser erhalten. Nicht verbrauchtes Wasser schüttet man weg und spühlt die Röhrchen der Flaschen ordentlich aus.

Leicht verderbliche Futterreste werden aus gesundheitlichen Gründen vor jeder erneuten
Fütterung entfernt. Die stark beanspruchten Sitzbretter solltest Du von starken Verschmutzungen säubern, damit im Fell der Tiere keine Verunreinigungen und Verfilzungen entstehen können. Ich fege meine Bretter immer mit einem kleinen Handfeger ab, dann fällt auch sehr wenig auf den Boden und die Streu bleibt länger sauber. Das Sandbad wird von mir ebenfalls durchgesiebt.

Neben den täglichen routinemäßigen Säuberungen brauchst Du nur einmal pro Woche das Groß- reinemachen durchführen: Jetzt wird die Einstreu völlig ausgewechselt,
und die Unterschale wird mit einem milden Spüli warm ausgewaschen. Damit keine Kot- oder Essensreste auf den Sitzbrettern eintrocknen können, werden auch diese mit einer rauhen Bürste abgescheuert. Einmal in der Woche muss auch das Trinkröhrchen gründlich gereinigt werden damit sich an den Innenwänden nicht noch eine Algenwand bilden kann. Auf die Flaschenverschlüsse wird ebenfalls geachtet und genau so gereinigt wie das Trinkröhrchen.


Die tägliche Fellpflege

Kaum ein anderes Haustier betreibt wohl eine so außergewöhnliche Fellpflege wie die Chins. Zu Reinigung und Pflege des samtweichen Fellkleides benötigt es nur sein tägliches Sandbad. Als Hilfsmittel dient ihm hier eine Schale oder eine handelsübliche Sandbadewanne, die Du täglich min. für 10-15 Minuten in den Käfig stellst. Einige lassen die Badewanne auch die ganze Zeit über im Käfig und lassen ihr Chin eben selbst entscheiden, wann es baden möchte. Die Variante hat leider den Nachteil, dass viel Sand durch den Käfig fliegt und die Umgebung verschmutzt. Ich habe mich dazu entschlossen, meinen Chnichies eine große Bademöglichkeit im Auslauf anzubieten, die sie dann etwas für drei Stunden nutzen können.

Chinchillas, die kein regelmäßiges Bad nutzen können, haben bald ein struppiges, unansehnliches Fell. Ist das Fell erst einmal verschmutzt neigt es rasch zum Verfilzen oder wird struppig. Der samtartige Charakter geht verloren, und es besteht die Gefahr, einer Hauterkrankung, da die verklebten Fellpartien die Haut negativ beeinflussen.

Den natürlichen Bedürfnissen entsprechend muß der Badesand weich, offenporig und leicht sein, um eine pflegende Wirkung zu erziehlen. Sandsorten wie: Attapulgus, Blue Cloud haben sich seit Jahren bewehrt und werden neuerdings auch in gut sortierten Zoofachhandel geführt. Der Sandverbrauch ist gering, da Du jeden Tag den Sand aussieben kannst und erst nach etwa einer Woche komplett austauschen mußt.



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