Das Chinchillafutter

Chins sind sehr genügsame Tierchen. Ihre Natur befähigt sie, mit den sehr geringen Nahrungsangeboten in den Trockenregionen der Hochanden zu überleben. Die Grundnahrung dieser reinen Vegetarier besteht aus vertrockneten Pflanzen, deren Sämereien und Früchten. Ein Chinchilla soll eine Darmlänge von über 3 Metern besitzen. Selbst die nährstoffarmste Nahrung wird so auf dem langen Weg im Darmtrakt restlos ausgewertet.

Ein gutes Chinchi-Futter setzt sich aus sehr viel Rohfaser und nur leicht verdaulichen Kohlenhydraten zusammen. Eisweiß- und fettreiches Futter sollte, wenn überhaupt,
nur in sehr geringen Mengen angeboten werden.



Das Hauptfutter

Das Hauptfutter besteht aus speziellen Chinchillapellets. Pellets sind nichts anderes als getrocknetes Grünfutter, dass in kleine Röllchen gepresst wurde. Dieses Futter (oft
Sorten, wie Ovator und Berkel) kann grundsätzlich den Nahrungsbedarf decken. Auf keinen Fall solltest du auf Kaninchen- oder Meersaufutter zurückgreifen. Sie sind zu reichhaltig und können sogar zu Krankheiten wie Zahnanomalie führen. Wieso also
solch ein großes Risiko eingehen?!

Das Hauptfutter



Heu

Heu ist für Chinchillas fast noch wichtiger, als das normale Grundfutter. Die tägliche Handvoll Heu entspricht der natürlichen Ernährung und darf auf dem Speiseplan
niemals fehlen. Heu ist ballaststoffreich und somit für die Verdauung von großer Bedeutung. Das im Zoofachhandel erhältliche Bergwiesen-Heu ist geeignet, unser ostfriesisches Selbermach-Heu wird von meiner Bande aber meist noch bevorzugt.
Auch Luzerneheu wäre eine gute Wahl, wird aber leider meist nur als Kräuterlie angeboten.

Das Heu



Frische Grünkost

Wie ich ja oben schon schrieb mag ein Chin noch so genügsam sein, ein bißchen
Grünkost nimmt es gern, obendrein bekommt es ihm ausgezeichnet. Grünkost ist ferner ein willkommendes Saftfutter mit der Möglichkeit, sogar den Flüssigkeitsbedarf völlig damit abzudecken.

Löwenzahn macht löwenstark!

Es sind keine große Mengen, die verabreicht werden, schon ein Löwenzahnblatt, ein kleines Stück Möhre oder Apfel decken den Bedarf völlig. Reste sollten jeden Tag
entfernt werden. Frische Planzennahrung ist sehr reich an Vitaminen und Mineralstoffen und man sollte doch nicht darauf verzichten. Löwenzahn, Klee und Spitzwegerich kannst Du im Sommer schnell und einfach an einer nicht zu stark befahrenen Straße sammeln. Zudem kann man in kleinen Tontöpfen selbst Pflänzchen heranziehen. Zur Aussaat
bieten sich z.B. an: Weizen, Hafer, Kresse, Buchweizen, Sonnenblumen und Luzerne. Grünfutter sollte nicht naß verfüttert werden, da es sonst zu schweren Verdauungsstörungenführen kann.



Leckerbissen

Zum Spielen und zur Befriedigung des Nagebedürfnisses kann man frische und getrock-
nete Baumzweige von Weide, Buche, Esche, Birke, Haselnuß und Obstbäumen reichen.
Da Du bestimmt nicht immer käfiggerechte Zweige finden wirst, lege Dir am besten einen kleinen Vorrat an, damit Deine kleinen Freunde immer einen Knabberspaß haben. Diese Holzbrücken aus Weide lassen sich wunderbar in den Stall integrieren und vielseitig verwenden.

Weidebrücke

Manche Halter sollen ihren Chins auch gebackene Hundekuchen oder harte Vollkorn-
brote verfüttern. Die Krönung aller Ergänzungsmittel sind aber wohl die getrockneten Früchte. Aber auch hier gilt die Regel, dass kleine Mengen gesundheitsfördernd wirken, während ein Übermaß schädlich sein kann. Beliebt sind Rosinen(bitte sehr wenig), Hagebutten getrocknete Äpfel und Aprikosen, ja sogar Feigen. Trockenfrüchte beschafft man sich am besten aus dem Reformhaus, da sie auf keinen Fall geschwefelt sein dürfen.

Kräuter, ein gesunder Leckerbissen

Ich verfüttere sehr gerne Kräuter. In kleinen Mengen und im Wechsel gefüttert, ist jeder Leckerbissen eine nützliche Ergänzung zur Pelletsfütterung und entspricht auch weitgehend der natürlichen Nahrung.



Futterergänzungen

Wichtig und unerläßlich ist der Nagerstein. An ihm werden nicht nur die Zähne geschärft, er stellt gleichzeitig auch die notwendige Versorgung mit Calcium und Mineralstoffen sicher.

Kalknagestein

Für eine gesunde Haut und ein seidiges Fell eignet sich eine Kur mit Hefeflocken, wie man sie für Hunde und Katzen kennt. Hefe soll sich auch bei Fellbeissern und Haarwechsel bewiesen haben. Ich gebe meinen Lümmeln zwei mal die Woche einen halben Teelöffel.
Um den Verdauungstrakt zu stärken und Darmerkrankungen zu vermeiden, gebe man regelmäßig auf 0,25L Wasser einen Teelöffel Obstessig. Denn für die Chinchies ist nichts wichtiger als eine reibungslose Verdauung.



Auch Chinchillas haben Durst

Auch wenn Chins mit wenig Flüssigkeit auskommen, sollte man ihnen eine kleine Tränke mit Wasser immer zur Verfügung stellen. Ein Fassungsvermögen von 0,125ml reicht völlig aus, da man das Wasser eh jeden Tag wechseln sollte. Auf eine Reinigung der Trinkflsche ist natürlich zu achten. Varianten aus Glas sind auszukochen und sind den Plastikflaschen vorzuziehen.



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